Die Elektrotherapie nutzt die Wirkung elektrischer Ströme auf den Organismus. Die hauptsächlichen Anwendungsgebiete liegen in der Schmerzlinderung, Durchblutungsverbesserung und Tonisierung/ Detonisierung der Muskulatur; z. B. bei Ischias-Schmerzen, Rheuma und Arthrose oder bei Muskelverspannungen.
Der Strom kann durch Elektroden, die auf die Haut geklebt werden, durch den Körper geleitet werden. Auch Voll- oder Teilbäder sind möglich, bei denen der Strom durch das Wasser an die Haut geleitet wird (z. B. Stangerbäder, Iontophorese).
Wie wirkt die Therapie?
Grundsätzlich lassen sich drei Hauptwirkungen der Elektrotherapie auf den Körper unterscheiden:
- Bewegung von Ladungsträgern (Ionen, z. B. Natrium-, Kalium-, Chlorid-Ionen)
- Auslösung von Nerven - und Muskelreizungen
- Erwärmung des Gewebes
Welche dieser drei Wirkungsweisen überwiegt, hängt vor allem von der Art und Frequenz des verwendeten Stroms ab.
Aus der Vielzahl der verschiedenen Anwendungen eignet sich vor allem die TENS (Transkutane elektrische Nervenstimulation) nach ärztlicher Anleitung auch zur Selbstbehandlung vor allem in der Schmerztherapie.
Bei der TENS werden über Elektroden auf der Haut die dort verlaufenden Nerven gereizt. Dieser Reiz ist nicht schmerzhaft, der Patient spürt lediglich ein leichtes Kribbeln. Vermutlich führt er aber dazu, dass der Körper seine Systeme der Schmerzregulation aktiviert, die Schmerzschwelle des gesamten Organismus wird heraufgesetzt. Der Patient nimmt daher die Schmerzen weniger stark wahr oder sie gehen ganz zurück.